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	<title>Betriebliche Gesundheitsförderung Archive - Vita-Pad</title>
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		<title>Schlaf, die verkannte Kraftquelle jedes Unternehmens</title>
		<link>https://vita-pad.de/schlaf-die-verkannte-kraftquelle-jedes-unternehmens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrike Jung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jul 2022 12:53:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betriebliche Gesundheitsförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[betriebliche Gesundheitsförderung]]></category>
		<category><![CDATA[betriebliches Gesundheitsmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Chronobiologie]]></category>
		<category><![CDATA[chronobiologische Rhytmen]]></category>
		<category><![CDATA[innere Uhren]]></category>
		<category><![CDATA[schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Stressmanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Besser schlafen – besser leben – leichter mehr leisten &#160; Inhalt: Die Rolle des Schlafes in der Arbeitswelt Die inneren Uhren und der Tagesablauf Die Auswirkungen der Schlafqualität auf die Tagesleistungen Ist Work-Life-Balance zeitgemäß? Die Rolle des Schlafes in der Arbeitswelt Dass der erholsame Schlaf eine Kraft- und Gesundheitsquelle für jeden Menschen ist, beschrieb schon [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Besser schlafen – besser leben – leichter mehr leisten</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Inhalt:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Die Rolle des Schlafes in der Arbeitswelt</strong></li>
<li><strong>Die inneren Uhren und der Tagesablauf</strong></li>
<li><strong>Die Auswirkungen der Schlafqualität auf die Tagesleistungen</strong></li>
<li><strong>Ist Work-Life-Balance zeitgemäß?</strong></li>
</ul>
<h2>Die Rolle des Schlafes in der Arbeitswelt</h2>
<p>Dass der erholsame Schlaf eine Kraft- und Gesundheitsquelle für jeden Menschen ist, beschrieb schon der amerikanische Schlafpionier und Professor an der Stanford University William C. Dement (1928 – 2020) nach über 40 Jahren Schlafforschung: „Ich habe keinen Faktor gefunden, der einen größeren Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden hat als den Schlaf. Rund 70% der körperlichen und 100% der psychischen Regeneration hängen von qualitativ hochwertigem Schlaf ab“.</p>
<h2>Was hat das mit den Unternehmen zu tun?</h2>
<p>Motivierte, engagierte und gesunde Mitarbeiter sind die<strong> wichtigste Ressource</strong> in jedem Unternehmen, unabhängig von dessen Größe oder von der Ausrichtung des Angebotes. <strong>Betriebliches Gesundheitsmanagement(BGM)</strong> hat deshalb zu Recht einen hohen Stellenwert. Für den Schlaf, als Maßnahme der betrieblichen Gesundheitsförderung, gilt das noch nicht in gleichem Maße wie für andere Gesundheitsthemen. Nur etwa 10% der Unternehmen, die ein BGM eingeführt haben, bieten auch Schulungen und Maßnahmen zu besserem Schlaf und den chronobiologischen Rhythmen an, die durch Fachleute durchgeführt werden. Dieses Manko findet sich besonders in kleinen Unternehmen, da oft sowohl personelle wie finanzielle Ressourcen nicht ausreichend vorhanden sind oder die Bedeutung dieses Lebensstilbereiches nicht bekannt ist.</p>
<p>Auch wenn der Schlaf in jüngster Zeit mehr Beachtung und Wertschätzung erfährt, so wird besonders bei aktiven und leistungsbereiten Menschen der <strong>Schlaf</strong> immer noch <strong>als Zeitverschwendung</strong> abgetan und wenn Schlaf unbedingt sein muss, so solle es wenigstens ein komprimierter Turbo- oder Leistungs-Schlaf sein. Macht und Erfolg gehören denen, die wenig schlafen, das suggerieren Anekdoten über vermeintliche Kurzschläfer. Diese Einschätzung und die Anwendung für den eigenen Schlaf sind in hohem Maße selbstschädigend.</p>
<p>Nehmen diese Menschen Führungspositionen ein, so kann dies auch die Integration des Schlafes in die betriebliche Gesundheitsförderung erschweren.</p>
<p>Aber nicht nur <strong>Gesundheit</strong> und <strong>Wohlbefinden</strong> hängen vom guten Schlaf ab, auch die <strong>Sicherheit</strong> kann leiden. Bei etwa 20% der schweren Verkehrsunfälle und 13% anderer Arbeitsunfälle spielt die Übermüdung des Fahrers oder Mitarbeiters eine entscheidende Rolle. Einige große Unglücksfälle der letzten Jahrzehnte haben dies eindrucksvoll gezeigt.</p>
<p>Auch im Sinne des Employer Branding können die gängigen Angebote zur betrieblichen Gesundheitsförderung durch die Themen Schlaf und chronobiologische Rhythmen im (Arbeits)Alltag auf ein neues Fundament gestellt werden.</p>
<h2>Die inneren Uhren und der Tagesablauf</h2>
<p>Aufwachen, ohne durch einen nervigen Wecker viel zu früh aus dem Schlaf gerissen zu werden, ein Wunschtraum vieler Menschen. Der Start in den Tag könnte so schön sein, wenn er denn etwas später begänne. Sehr früh am Morgen sitzt vielen Menschen die Müdigkeit noch in den Knochen, die Glieder sind schwer und der erste Blick in den Spiegel sorgt auch nicht für Stimmungsaufhellung.</p>
<p>Aber heißt es nicht: “der frühe Vogel fängt den Wurm“ und „Morgenstund hat Gold im Mund“? Diese Volksweisheiten repräsentieren die auch heute noch verbreitete Arbeitsethik: Arbeit und Aktivität früh am Morgen zeugen von Fleiß, während Langschläfer leicht in den Verdacht geraten, Faulpelze zu sein.</p>
<p>Dabei wissen wir seit den Bunkerversuchen von Professor Jürgen Aschoff und weiteren Mitarbeitern des Max Planck Institutes aus den 1960er und 1970er Jahren, dass Menschen durch innere Uhren gesteuert werden. Jeder Mensch hat seine genetisch codierten inneren Rhythmen. Die Wissenschaft vom rhythmisch gesteuerten Ablauf der Funktionen jedes Organismus ist die <strong>Chronobiologie</strong> (griechisch: Chronos = Zeit; Biologie = Lehre von der belebten Natur).</p>
<p>Tausende Fragebögen, die u. a. von Professor Till Roenneberg, dem Lehrstuhlinhaber für Chronobiologie an der LMU München, ausgewertet wurden, zeigen dass etwa 60% der Menschen in Europa tendenziell dem <strong>Chronotyp Eule</strong> angehören. Bei diesen Menschen, die abends später zu Bett gehen, ist die biologische Schlafenszeit beim frühen Klingeln des Weckers noch nicht beendet. Dennoch müssen sie mit der sozialen Außenzeit leben und befinden sich während der Arbeitswoche im sozialen Jetlag. <strong>Kein Wunder, dass diese Menschen früh am Morgen einfach nur müde und nicht etwa faul sind</strong>.</p>
<p><strong>Die Lerche</strong> dagegen ist der typische Morgenmensch. Der Mensch dieses Chronotyps geht abends gerne früh zu Bett und ist früh am Morgen bereits voll leistungsfähig. Lerchen sind deshalb besonders kompatibel mit Berufen, die auf einen frühen Arbeitsbeginn setzen. Nicht bei jedem Menschen ist der Chronotyp gleich stark ausgebildet, jedoch kann man aus einer Eule keine Lerche machen und umgekehrt.</p>
<p>Ein Leben gegen die eigenen Rhythmen kann zu <strong>Leistungs- und Vitalitätseinbußen</strong> und früher oder später zu Gesundheitsstörungen führen.</p>
<p>Die biologischen Rhythmen beschränken sich keineswegs auf den Schlaf-Wach-Rhythmus. Als bedeutender <strong>Rhythmus im Tagesablauf</strong> wird der <strong>Basic-Rest/Activity-Cycle (BRAC)</strong> angesehen, also der Ruhe-Aktivitäts-Zyklus, der 1960 bereits vom amerikanischen Forscher Nathaniel Kleitman beschrieben wurde. Während einer Zeitspanne von etwa 90 Minuten schaltet der BRAC den Organismus für etwa 70 – 80 Minuten auf aktiv. In dieser Zeit dominiert der Sympathikus das vegetative Nervensystem und wir können gut fokussiert und konzentriert arbeiten. Danach folgt eine Regenerations- und Entspannungszeit von etwa 10 – 20 Minuten, in der die Ressourcen wieder aufgeladen werden. In dieser Zeit dominiert der Entspannungsnerv Parasympathikus. Der Zeitpunkt für die Leistungsfenster nach dem BRAC unterscheidet sich je nach Chronotyp.</p>
<p>Es lohnt sich, diese Leistungsfenster zu kennen, um sie für konzentriertes Arbeiten ohne Ablenkung zu nutzen. Die Regenerationsphasen können für etwas Bewegung oder auch Atemübungen genutzt werden.</p>
<p>Eine Vielzahl von Untersuchungen zeigt, dass die regelmäßigen <strong>Regenerationsphasen</strong> dazu führen, dass in der gleichen Zeit <strong>bessere Arbeitsergebnisse</strong> erzielt werden. Außerdem stärken sie die <strong>Gesundheit</strong> und Stressresistenz der Mitarbeitenden.</p>
<p>Auch ein <strong>Powernap</strong> dient der Regeneration. Bei einer Umfrage wünschten sich zwei Drittel der Beschäftigten in unterschiedlichen Betrieben Ruheinseln für einen Powernap, also eine Kurzschlafpause von 15 – 30 Minuten, um das mittägliche Leistungstief besser zu überwinden.</p>
<h2>Die Auswirkungen der Schlafqualität auf die Tagesleistungen – oder – Der Tag macht die Nacht und umgekehrt</h2>
<p>Die Art und Bewältigung der Herausforderungen des Tages wirken sich unmittelbar auf die Nachtruhe aus. Andererseits entscheidet die Qualität des Schlafes darüber, wie wir genau diese Herausforderungen managen.</p>
<p>Bereits <strong>kurzfristige Schlafdefizite</strong> mit Tagesmüdigkeit beeinträchtigen kognitive und physische Fähigkeiten vergleichbar mit einem <strong>Blutalkoholgehalt von 0,8 &#8211; 1‰</strong>. Auch Sozialkompetenz und Motivation sind messbar verringert. Halten die Schlafstörungen an, so kommt es nicht etwa zu Gewöhnungseffekten, sondern die kognitiven, emotionalen und physischen Ausfallserscheinungen verstärken sich.</p>
<p>Der häufigste Grund für nicht durch Krankheit bedingte Ein- Und Durchschlafstörungen ist Anspannung durch <strong>nicht verarbeitete Stresssituationen</strong> am Tage. Damit einher geht oft die spätabendliche Nutzung von Blaulicht emittierenden elektronischen Geräten zur Erledigung von dringender Arbeit oder zu privaten Zwecken. Da das blaue Licht die <strong>Melatoninproduktion</strong> hemmt, kommt ein weiterer Faktor hinzu, der die Einschlaflatenz verlängert.</p>
<p>So verbindet sich die am Tage erzeugte Anspannung mit einer unzureichenden Melatoninproduktion zu einer unguten Koalition. Der besorgte Mensch blickt auf die Uhr, grübelt darüber, wie er den nächsten Tag überstehen soll, der weiteren Stress bereithält. Diese<strong> Grübeleien</strong> locken den Schlaf erst recht nicht herbei. Der neue Tag beginnt, wie der alte endete: mit Müdigkeit, Anspannung, schlechter Stimmung und eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen mit geeigneten BGF-Maßnahmen, die sowohl das <strong>Stressmanagement</strong> am Tage wie auch die <strong>Schlafedukation</strong> beinhalten sollten.</p>
<p>Wird der Schlaf nicht berücksichtigt, kann sich die Schlafstörung chronifizieren, auch wenn die Auslöser, die Stressoren, bereits beseitigt sind.</p>
<h2>Ist Work-Life-Balance zeitgemäß?</h2>
<p>Auch wenn sich dieser Anglizismus fest in der deutschen Sprache etabliert hat, so wird er selten hinterfragt. Etwas auszubalancieren gäbe es, wenn Arbeit und Leben als Gegensätze gesehen werden. Arbeit ist aber ein Teil des Lebens, da wir etwa ein Drittel des Tages der Arbeit widmen. Wenn wir die Arbeit als separate Einheit sehen, müssten wir sie von der Lebenszeit abziehen. Deshalb ist die Work-Life-Balance ein zentraler Punkt des Diskurses um Arbeit und Privatleben und ihr Verhältnis zueinander. Zu Zeiten des Homeoffice hat dieser Diskurs neue Facetten bekommen, da die Abgrenzung der einzelnen Lebensbereiche schwieriger wird.</p>
<p>Schauen wir den Schlaf an, so wird dieser eher dem „Rest des Lebens“ und nicht der Arbeit zugeordnet. Das ist einer der Gründe für die noch dürftige Präsenz dieses Themas in der BGF.</p>
<p>Wenn wir die Arbeit vom „Rest des Lebens“ separieren, so wird außer Betracht gelassen, dass Arbeit nicht nur ein sinnstiftender Teil des „ganzen Lebens“ sein kann, sondern auch der persönlichen Weiterentwicklung dient und beides auch sollte. Hier ist allerdings auch noch einiges zu tun.</p>
<p>Eine ganzheitliche Sicht- und Vorgehensweise hätte das Ziel, eine<strong> harmonisierte Lebensbalance</strong> zu erreichen. Und hier bilden Schlaf und chronobiologische Rhythmen ein stabiles Fundament.</p>
<p>Unternehmern, BGM-Verantwortlichen und externen BGM-Dienstleistern stehe ich gerne zu einem Beratungsgespräch zu diesen Themen und zum Vitasom® Programm zur Verfügung.</p>
<p>Im nächsten Blogartikel wird es um Schichtarbeit, Jetlag und andere Herausforderungen gehen.</p>
<p><strong>Links:</strong></p>
<p><a href="https://vita-pad.de/was-hat-ihr-chronotyp-mit-ihrer-leistungsfaehigkeit-und-kreativitaet-zu-tun/">Mehr zu Chronotyp und Leistungsfähigkeit</a></p>
<p><a href="https://vita-pad.de/das-vitasom-programm/">Das Vitasom® Programm für die betriebliche Gesundheitsförderung</a></p>
<p><a href="https://vita-pad.de/weiterbildung-schlaf-und-chronobiologie-fuer-gesundheitsexperten/">Weiterbildung zum Schlafberater</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Zeitumstellung leichter bewältigen, wie geht das?</title>
		<link>https://vita-pad.de/die-zeitumstellung-leichter-bewaeltigen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrike Jung]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2021 17:59:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betriebliche Gesundheitsförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensbalance]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Biorhythmus]]></category>
		<category><![CDATA[Erholsamer Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[guter schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Schlafberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Sommerzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitumstellung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was können Sie tun, um das Ritual der Uhrenumstellung, das zweimal jährlich unseren Biorhythmus attackiert, besser zu verkraften? Die Frage lässt sich nur beantworten, wenn Sie wissen, wie Ihre innere Uhr überhaupt tickt. Machen Sie also dieses Ritual zur Gelegenheit, um Ihren Biorhythmen auf die Spur zu kommen für mehr Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Inhalt: Wie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was können Sie tun, um das Ritual der Uhrenumstellung, das zweimal jährlich unseren Biorhythmus attackiert, besser zu verkraften? Die Frage lässt sich nur beantworten, wenn Sie wissen, wie Ihre innere Uhr überhaupt tickt. Machen Sie also dieses Ritual zur Gelegenheit, um Ihren Biorhythmen auf die Spur zu kommen für mehr Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.</strong></p>
<p><strong>Inhalt:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Wie ist die Definition unserer Zeitzonen entstanden?</strong></li>
<li><strong>Die Umstellung der Uhren hat eine längere Geschichte</strong></li>
<li><strong>Was sind biologische Rhythmen und wie werden sie gesteuert?</strong></li>
<li><strong>Die Auswirkungen der Uhrenumstellung auf unsere chronobiologischen Rhythmen</strong></li>
<li><strong>Was können Sie selbst tun, um die Zeitumstellung leichter zu bewältigen?</strong></li>
</ul>
<p><span id="more-5007"></span></p>
<p>Alle Jahre wieder die gleiche Prozedur: An den letzten Wochenenden im März und Oktober werden die Uhren umgestellt. Damit tickt die äußere Uhr zwar anders, aber unsere innere Uhr denkt nicht daran, der vorgegebenen Umstellung einfach zu folgen. Denn es wird zwar die Uhr verstellt, nicht jedoch der <strong>Sonnenstand als Zeitgeber</strong> für unsere innere Uhr. So kommt es zu einer <strong>Desynchronisation zwischen Außenzeit und Innenzeit</strong>. Besonders ältere Menschen, bei denen der Schlaf-Wach-Rhythmus bereits geschwächt ist, Menschen mit ausgeprägten Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen, wie dem NON24 Syndrom, Schichtarbeiter, oder Menschen mit Schlafstörungen unterschiedlicher Genese spüren diese Desynchronisation deutlich. Aber kaum einer kommt ganz ungeschoren davon. Die Umstellung im Frühjahr von der Normalzeit, die wir „Winterzeit“ nennen, auf die mitteleuropäische „Sommerzeit“ macht uns stärker zu schaffen als die Rückkehr im Herbst zur Normalzeit.</p>
<h2>Wie ist die Definition unsere Zeitzonen entstanden</h2>
<p>Die Zeitzonen der Standardzeit basieren auf der Voraussetzung, dass die Sonne auf jedem Längengrad (Meridian) an jedem Tag des Jahres um 12:00 Uhr mittags am höchsten steht und um Mitternacht am tiefsten. Das weltweite systematische Zeitzonensystem ist eine Folge der internationalen Vereinbarung auf der Meridiankonferenz im Jahr 1884 in Washington DC. Dort wurde der Meridian, der durch das Londoner Greenwich Observatory verläuft als Nullmeridian (UTC = Universal time coordinated) festgelegt. Es wurden 24 theoretische Zeitzonen von jeweils 15 Längengraden geschaffen mit jeweils einer Stunde Unterschied zwischen den Zeitpunkten des gleichen Sonnenstandes. Die von dort nach Osten laufenden Zeitzonen werden als UTC + 1 bis + 12 bezeichnet und die nach Westen laufenden als UTC – 1 bis – 12. <strong>Europa erstreckt sich momentan über die Zeitzonen UTC + 0</strong> <strong>bis + 3</strong>. Die Normalzeit (Winterzeit) ist also diejenige, die sich am Sonnenzyklus orientiert.</p>
<h2>Die Umstellung der Uhren hat eine längere Geschichte</h2>
<p>Die Zeitumstellung hat eine wechselvolle Geschichte. Sie wurde immer mal wieder eingeführt und dann wieder abgeschafft.</p>
<p>Die Grundidee der Sommerzeit formulierte Benjamin Franklin. Um Energie zu sparen, empfahl er bereits 1784 „das frühe Aufstehen und Zubettgehen“. Er selbst gehörte zum  Chronotyp „Lerche“, also dem Frühtyp. Auch heute noch gilt der Lerche-Typ, der in aller Früh gutgelaunt in den Tag startet, als der Idealtyp des fleißigen Menschen. Volkswahrheiten wie „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ oder „Morgenstund hat Gold im Mund“ bringen dies auf den Punkt. <strong>Die Mehrheit der Europäer gehört jedoch nicht zu den ausgesprochenen</strong> <strong>Frühtypen, sondern ist eher angepasster Zwischentyp mit einer Tendenz zum Spättypen „Eule“.</strong></p>
<p>Die erstmalige Einführung der Sommerzeit 1916 zur besseren Nutzung des Tageslichts wurde bereits drei Jahre später wieder kassiert. 1940 wurde dann die Sommerzeit aus dem gleichen Grund erneut eingeführt. Nach 1945 gab es eine Weile Chaos in der Uhreneinstellung. Man experimentierte in Ost und West mit verschiedenen Sommerzeiten. Zwischen 1950 und 1979 konnten wir uns über einen längeren Zeitraum über die Normalzeit freuen.</p>
<p>Die Ölkrise in den 1970er Jahren war der Anlass, in Europa erneut die Sommerzeit einzuführen. Begründung war dieses Mal die Einsparung von Energie. Die halbjährliche Umstellung der Uhren wurde in Deutschland 1980 eingeführt.</p>
<p>Die Uhrenumstellung hat, wie man heute weiß, nicht nur die Erwartungen an die Energieeinsparung nicht erfüllt, sie zeigt auch immer stärker die negativen Folgen für Schlaf und Gesundheit. Deshalb hat das europäische Parlament 2018 eine Kommission eingesetzt, die die Sinnhaftigkeit der Maßnahme überprüfen sollte. Die Kommission brachte eine europaweite Umfrage auf den Weg, an der sich 4,6 Millionen Menschen beteiligten, davon 70% aus Deutschland. 84% der Teilnehmer votierten für eine Abschaffung, davon allerdings 56% für die dauerhafte Beibehaltung der Sommerzeit.</p>
<p>Vermutlich ließen sich viele der Dauer-Sommerzeit-Befürworter leiten von den positiven Assoziationen, die mit dem Sommer verbunden sind. Man denkt an einen lauen Abend im Biergarten, an Urlaub oder andere Sommeraktivitäten. <strong>Chronobiologen plädieren jedoch für eine dauerhafte Rückkehr zur Normalzeit und können das gut begründen</strong>.</p>
<h2>Was sind biologische Rhythmen und wie werden sie gesteuert?</h2>
<p>Das <strong>Licht </strong>und insbesondere das Sonnenlicht ist <strong>der wichtigste Zeitgeber</strong> für unsere inneren Uhren. Über diese endogenen Uhren werden die Rhythmen unserer Organsysteme und Zellen gesteuert. Die Periodenlängen der biologischen Rhythmen reichen von Millisekunden bis zu Jahren. Atmung, Herzschlag, Zellerneuerung, Leistungsfähigkeit, Schlaf-Wach-Rhythmus und die Freisetzung von Hormonen und Neurotransmittern sind Beispiele für die große Bandbreite.</p>
<p>Lange gab es Vermutungen zum Vorhandensein innerer Uhren. Doch erst durch die Versuche im „Andechser Bunker“ wurde der Beweis erbracht, dass die inneren Uhren tatsächlich existieren. In der Außenstelle des Max-Planck-Institutes für Verhaltensphysiologie lebten Hunderte freiwillige Probanden für Wochen oder Monate hinter meterdicken Mauern ohne Uhren oder Tageslicht. Auch ohne Tageslicht und ohne zu wissen, wann Tag oder Nacht war, blieb der <strong>zirkadiane Rhythmus</strong> der Probanden erhalten. Fast alle Teilnehmer pendelten sich dabei jedoch auf einen 25 Stunden Rhythmus ein. Damit sich aber unsere inneren Uhren auf den irdischen 24 Stunden Tag einschwingen können, braucht es <strong>Zeitgeber.</strong> Hier spielt das Licht und insbesondere das Sonnenlicht eine besondere Rolle. Und damit schließt sich der Kreis zur <strong>Bedeutung der Ortszeit und Lichtaufnahme</strong> während des Tages.</p>
<h2>Die Auswirkungen der Uhrenumstellung auf unsere chronobiologischen Rhythmen</h2>
<p>Die biologischen Taktgeber des Menschen werden gesteuert durch eine stecknadelkopfgroße Traube von Nervenzellen über der Kreuzung der Sehnerven, genannt <strong>suprachiasmatischer Nucleus (SCN)</strong>. Der SCN verarbeitet die „Lichtinformation“ des Auges und sendet Signale an die nachgeordneten zirkadianen Uhren. Vor allem die Zirbeldrüse reagiert auf die Informationen des SCN, um zur richtigen Zeit das Hormon <strong>Melatonin</strong> auszuschütten. Das bedeutet, je länger der SCN über das Auge Lichtsignale empfängt, umso später beginnt die Melatoninproduktion.</p>
<p>Das Problem bei der Zeitumstellung ist, dass sich unsere inneren Uhren nicht an der Uhr, sondern am Sonnenstand und an der Helligkeit orientieren. <strong>Durch die Umstellung am letzten Märzwochenende wird nur die Uhrzeit eine Stunde nach Osten verschoben, nicht aber der Sonnenstand.</strong></p>
<p>Wenn wir durch einen Zeitzonenflug einen Jetlag erleiden, kommt es vorübergehend zu einer Desynchronisation zwischen der inneren biologischen Zeit und der Außenzeit. Nach einer individuellen Eingewöhnungszeit können jedoch die inneren Uhren sich leicht durch den lokalen Hell-Dunkel-Rhythmus wieder mit der Außenzeit synchronisieren. Bei der Uhrenumstellung auf Sommerzeit besteht eine <strong>Differenz </strong>zwischen der durch die <strong>solaren</strong> <strong>Zeitgeber</strong> vorgegebenen <strong>Innenzeit des Menschen</strong> <strong>und der Uhrzeit</strong> für die gesamte Dauer der Zeitumstellung. Die Eingewöhnung ist deshalb schwieriger und kann bis zu vierzehn Tagen dauern. Im Herbst bei der Rückführung zur Normalzeit gibt es eher kurzzeitige Anpassungsprobleme.</p>
<p>Da es während der Sommerzeit abends länger hell ist, erhöhen sich häufig die abendlichen Freizeitaktivitäten. Auch die <strong>Melatoninausschüttung</strong> erfolgt <strong>später</strong>, so entsteht auch erst später am Abend Müdigkeit. Dadurch verkürzt sich nachweislich die Schlafdauer, da sich der frühe Aufstehzeitpunkt, zumindest während der Arbeitswoche, nicht ändert.</p>
<h2>Was können Sie selbst tun, um die Zeitumstellung leichter zu bewältigen?</h2>
<p>Wenn Sie sich bereits mit den Zusammenhängen von Leistungsfähigkeit, Schlafqualität und zirkadianem Rhythmus beschäftigt haben und Ihre eigenen Rhythmen gut spüren und berücksichtigen, dann wird Ihnen die Zeitumstellung deutlich leichter fallen. Die folgenden Tipps unterstützen Sie zusätzlich:</p>
<ol>
<li>Bei der Zeitumstellung im März tun sich die Frühtypen leichter, bei der Rückführung zur Normalzeit sind die Spättypen im Vorteil. Wenn Sie Ihren Chronotyp noch nicht kennen, so erfahren Sie <a href="https://vita-pad.de/was-hat-ihr-chronotyp-mit-ihrer-leistungsfaehigkeit-und-kreativitaet-zu-tun/"><strong><u>hier</u></strong></a> mehr und können einen Test durchführen.</li>
<li>Starten Sie im März bereits vier bis fünf Tage vor der Umstellung damit, alle zwei Tage 15 Minuten früher zu Bett zu gehen und nehmen Sie auch die letzte Mahlzeit am Tag entsprechend früher ein. Für die Eulen ist dies eine größere Herausforderung als für die Lerchen.</li>
<li>Wenn Sie am Sonntag um 9 Uhr aufwachen, so denken Sie nicht „Eigentlich ist es erst 8 Uhr und ich kann noch liegen bleiben“. Stehen Sie auf und gehen Sie noch am <strong>Vormittag ins Freie</strong>, um ordentlich <strong>Licht zu tanken</strong>. So helfen Sie der inneren Uhr bei der Ausschüttung des <strong>Wohlfühlhormons Serotonin</strong>, das am Abend wieder für die Produktion des Melatonins gebraucht wird.</li>
<li>Vermeiden Sie in den ersten Tagen nach der Umstellung einen Mittagsschlaf, um genügend Schlafdruck für den Abend aufzubauen und versuchen Sie auch an Werktagen <strong>so viel Licht wie möglich in der ersten Tageshälfte</strong> zu tanken.</li>
<li>Auch wenn es verlockend scheint, Sie bewältigen die Umstellung leichter, wenn Sie in den ersten Tagen <strong>keine späten Abendtermine</strong> wahrnehmen oder länger draußen sind.</li>
<li>Bauen Sie <strong>Ruhe und Regenerationsphasen</strong> in Ihren Tagesablauf ein. Das gilt generell, ist aber in der Umstellungsphase besonders wichtig. Die biologischen Rhythmen steuern auch die Phasen der Leistungsfähigkeit. In einer Zeitspanne von etwa 90 Minuten ist der Organismus für etwa 70 – 80 Minuten im „Aktivmodus“, in dieser Zeit können wir konzentriert und fokussiert arbeiten. Danach folgt eine Regenerations- und Entspannungszeit von etwa 10 – 20 Minuten, in der die Ressourcen wieder aufgeladen werden. Nutzen Sie die Zeit für etwas Bewegung, einige Atemübungen, hören Sie Musik oder gehen Sie kurz ins Freie.</li>
<li>Schalten Sie mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen alle Blaulichtemittierenden Geräte aus, da <strong>blaues Licht</strong> die <strong>Melatoninausschüttung</strong> behindert.</li>
<li>Wenn Sie mit <strong>Schlafproblemen</strong> und verstärkter <strong>Tagesmüdigkeit</strong> kämpfen, so finden Sie in meinem <a href="https://vita-pad.de/schlafbuch/"><u><strong>Buch</strong></u></a> „Gute Nacht Schlafprobleme“ wertvolle Informationen und natürliche Strategien, um wieder erholsam schlafen zu lernen und Lebensstil und Biorhythmus gut zu synchronisieren.</li>
</ol>
<p>Es lohnt sich, den eigenen Chronotyp und seine Biorhythmen zu kennen und, wenn nötig, kleine Veränderungen des Lebensstils vorzunehmen, um <strong>mit dem Rhythmus</strong> des Körpers und nicht dagegen zu leben und auch zu arbeiten. Sie werden belohnt durch mehr Leistungskraft, besseren Schlaf und Wohlbefinden.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ausgeschlafen in Führung gehen</title>
		<link>https://vita-pad.de/ausgeschlafen-in-fuehrung-gehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulrike Jung]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jan 2019 11:41:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebliche Gesundheitsförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Erholsamer Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Schlafberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Vita-Pad Seminar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dass die Bedeutung des erholsamen Schlafes noch nicht voll in der betrieblichen Gesundheitsförderung angekommen ist, zeigt eine kürzlich durchgeführte Befragung von 825 Organisationen: Nur 9,5% der Unternehmen verfügten über Angebote zum Schlaf. Hier ist also noch viel Luft nach oben. Oft wird besonders von leistungsbereiten und aktiven Menschen – auch Führungskräften – der Schlaf als [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://vita-pad.de/ausgeschlafen-in-fuehrung-gehen/">Ausgeschlafen in Führung gehen</a> erschien zuerst auf <a href="https://vita-pad.de">Vita-Pad</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Bedeutung des erholsamen Schlafes noch nicht voll in der betrieblichen Gesundheitsförderung angekommen ist, zeigt eine kürzlich durchgeführte Befragung von 825 Organisationen: Nur 9,5% der Unternehmen verfügten über Angebote zum Schlaf. Hier ist also noch viel Luft nach oben.</p>
<p>Oft wird besonders von leistungsbereiten und aktiven Menschen – auch Führungskräften – der Schlaf als reine Zeitverschwendung abgetan. Eine Einschätzung, die nicht nur selbstschädigend ist, sondern auch die Arbeitsleistung beeinflusst. Die meisten Menschen, nicht nur Manager, sind Tag für Tag vielfältigen Stressoren ausgesetzt, die die körperlich-seelische Balance ins Wanken bringen können. Nur selten wird der Zusammenhang zwischen Belastbarkeit, gutem Stressmanagement und Schlaf gesehen. Dabei bestehen ursächliche Beziehungen zwischen dem Tag-Leben und der aus dem erholsamen Schlaf kommenden Regeneration mit Aufladung des Lebensenergie-Kontos.</p>
<p><span id="more-3190"></span></p>
<p><strong>Der Tag macht die Nacht und umgekehrt.</strong></p>
<p><strong> </strong>Bei ungefähr 20% der schweren Verkehrsunfälle spielt die Übermüdung des Fahrers eine entscheidende Rolle. Untersuchungen der Krankenkassen bestätigen, dass über 60% der befragten Versicherten über Ein- und Durchschlafstörungen und Tagesmüdigkeit berichten. Dennoch wird der Schlaf vielfach ausschließlich der Privatsphäre des Menschen zugeordnet, während Ernährung, Bewegung und Stressmanagement längst ihren Weg in die Angebote zum BGF gefunden haben. Die Schlafqualität steht zu diesen Themen in enger und teils ursächlicher Beziehung. Unzureichende Entspannungsfähigkeit und ein hoher Stresslevel können ebenso wie ungesunde Ernährungsgewohnheiten oder mangelnde Bewegung zu Schlafstörungen führen. Andererseits beeinträchtigt der gestörte Schlaf den Stoffwechsel und führt zu Tagesmüdigkeit, was wiederum Konzentration, Motivation und kognitive Leistungsfähigkeit vermindern und das Immunsystem destabilisieren kann. Die eingeschränkte Vitalität der Beschäftigten wirkt sich auch auf die Vitalität des Unternehmens aus. Das bedeutet, dass BGF-Maßnahmen, die sich mit gesunder Ernährung, Gewichtsmanagement oder Stressprävention beschäftigen durch die Komponente Schlaf nachhaltigere Erfolge zeigen.</p>
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<p><strong>Wenn schlechter Schlaf und Stress eine Koalition eingehen</strong></p>
<p>Der häufigste Grund für nicht durch Krankheit bedingte Ein- und Durchschlafstörungen ist Anspannung durch nicht verarbeitete Stresssituationen am Tage. Schlafstörungen liegen auf Platz drei bei den gesundheitlichen Stressfolgen hinter Verspannungen/Rückenschmerzen und Erschöpfung. Damit einher geht oft die spätabendliche Nutzung von Blaulicht emittierenden elektronischen Geräten zur Erledigung von dringender Arbeit oder aber zu privaten Zwecken. Da das blaue Licht die Melatoninproduktion hemmt, kommt ein weiterer Faktor dazu, der die Einschlaflatenz verlängert.</p>
<p>So verbinden sich die am Tage erzeugte Unruhe und Anspannung mit einer unzureichenden Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin zu einer unguten Koalition. Der ohnehin schon angespannte Mensch macht sich Sorgen, blickt auf die Uhr und grübelt darüber, wie er nach so wenig Schlaf den nächsten Tag überstehen soll. Diese Grübeleien locken den Schlaf erst recht nicht herbei – ein Teufelskreis. Der neue Tag beginnt, wie der alte endete: mit Müdigkeit, Anspannung, schlechter Stimmung und eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Diesen Teufelskreis gilt es, zu durchbrechen. Wenn sich die Schlafstörung bereits manifestiert hat, sollten neben der Stressprävention und dem Stressmanagement auch Strategien zur Wiedererlernung des guten Schlafes eingesetzt werden.</p>
<p>Wirksame Stressprävention setzt auf zwei Ebenen an: auf der Verhaltensebene des einzelnen Mitarbeiters und auf der Ebene der Arbeitsbedingungen und des Arbeitsumfeldes. Hier gibt es bereits erprobte Verfahren, die im BGF auch im Rahmen der Burnout-Prävention eingesetzt werden.</p>
<p>Die Rolle des Schlafes ist hier noch unterbewertet.</p>
<p>Die Einstellung, dass der Schlaf ausschließlich zur Privatsphäre des Menschen gehört, berücksichtigt nicht die Zusammenhänge zwischen dem Schlaf und allen anderen Lebensstilbereichen. Einerseits gehört der Schlaf natürlich zur Privatsphäre, da aber Arbeit und Privatleben nicht zwei völlig getrennte Bereiche sind, sondern immer enger miteinander verknüpft werden und Wechselwirkungen erzeugen, ist auch der Begriff Work-Life-Balance nicht mehr zeitgemäß und sollte durch Lebensbalance ersetzt werden. Damit rückt der Schlaf automatisch in das Blickfeld der betrieblichen Gesundheitsförderung.</p>
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<p><strong>Wie können Beschäftigte durch innovative BGF-Maßnahmen im Bereich Schlaf unterstützt werden?</strong></p>
<p><strong> </strong>Bereits einfache Maßnahmen sind effektiv. Zur Sensibilisierung für das Thema können niederschwellige Angebote, wie ein Impulsvortrag oder ein interaktiver Workshop ein guter Einstieg sein. Dabei können die Zusammenhänge zwischen Schlafqualität, Entspannungsfähigkeit, Stressbelastung und anderen Lebensstilfaktoren sichtbar gemacht werden. Weitere Inhalte sind: Praktische Tipps zum Umgang mit Schlafstörungen, Schlafhygiene und verhaltenstherapeutische Techniken. Die nächsten Schritte nach einer Bedarfsanalyse sind Schlafprotokolle und Tracking-Methoden um die subjektive Wahrnehmung der Schlafqualität zu objektivieren. Neben Präsenzveranstaltungen kommen auch Online-Tools zum Einsatz. Besonders wirksam ist die Kombination von verhaltenspräventiven mit verhältnispräventiven Maßnahmen. Auf der Verhältnisebene am Arbeitsplatz geht es darum, Schichtsysteme zu überprüfen und, wenn nötig anzupassen, auch unter Berücksichtigung der individuellen Chronotypen. Sind Ruheräume, die auch für einen kurzen Mittagsschlaf genutzt werden können, möglich und wird dies von den Beschäftigten gewünscht? Die Beleuchtung am Arbeitsplatz, nicht nur während des Nachtdienstes, hat Einfluss auf die zeitgerechte Ausschüttung der Botenstoffe Serotonin und Melatonin. Hier kann mit kleinen Veränderungen viel für die Unterstützung des zirkadianen Rhythmus getan werden.</p>
<p>Die Einbindung der Beschäftigten bei allen Maßnahmen fördert die Akzeptanz und Passgenauigkeit aller Maßnahmen.</p>
<p>Im Vita-Pad® Vitalkonzept für Unternehmer, Mitarbeiter und Unternehmen werden alle Maßnahmen individuell auf die Bedürfnisse der Beschäftigten und der Unternehmen abgestimmt. Einen ersten Einblick in die Thematik erhalten Interessierte im kostenlosen <strong><a href="https://vita-pad.de/online-seminar-gesunder-schlaf/">Webinar „<em>Besser schlafen – besser leben“</em> </a></strong></p>
<p><a href="https://vita-pad.de/kontakt/"><strong>Hier können Sie einen Termin für ein unverbindliches Beratungsgespräch vereinbaren</strong></a></p>
<p>Nicht zuletzt gilt bei allen Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung: Führungskräfte gehen mit gutem Beispiel voran und räumen auch dem Schlaf die wichtige Rolle ein, die er für Gesundheit und Wohlbefinden aller Menschen spielt. Gesundheitsförderung ist ein Erfolgsfaktor für die Beschäftigten und das Unternehmen. Zeit also, auch dem Schlaf die ihm zustehende Schlüsselrolle dabei einzuräumen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://vita-pad.de/ausgeschlafen-in-fuehrung-gehen/">Ausgeschlafen in Führung gehen</a> erschien zuerst auf <a href="https://vita-pad.de">Vita-Pad</a>.</p>
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